OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2025" erschienen

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09.09.2025

Die Ergebnisse der aktuellen OECD - OCDE-Studie zeigen die Stärken Deutschlands im Bereich der MINT-Bildung. Mit einem Anteil von 35 Prozent an MINT-Abschlüssen im tertiären Bildungsbereich nimmt Deutschland im internationalen Vergleich eine Spitzenposition ein. Dieses Ergebnis bestätigt die Bedeutung der Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Informatik und Mathematik für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.

Gleichzeitig weist die Studie darauf hin, dass der Zugang zu Bildung weiterhin von sozialen Faktoren beeinflusst wird. Um die bestehenden Potenziale voll auszuschöpfen und langfristig Fachkräfteengpässe sowie Defizite an  gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten zu vermeiden, bleibt es daher notwendig, den Zugang zu MINT-Bildung breiter zu öffnen und insbesondere bislang unterrepräsentierte Gruppen, wie Menschen mit Migrationshintergrund, sozioökonomisch Benachteiligte oder Mädchen und junge Frauen gezielter zu fördern.

Besonders im Hinblick auf die aktuelle wirtschaftliche und konjunkturelle Lage ist es wichtig, dass die Anstrengungen der Politik, die MINT-Bildung in Deutschland zu fördern, nicht nachlassen – die strukturellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft gehen weit über konjunkturelle Schwankungen hinaus. Zudem gibt es auch während einer Rezession Sektoren, wie Gesundheit, Energieversorgung, Logistik oder IT, die stabil bleiben oder sogar wachsen. Viele dieser Branchen suchen weiterhin MINT-Fachkräfte. Zudem muss Deutschland auch im Hinblick auf den internationalen Wettbewerb um Talente bestehen, denn der MINT-Fachkräftemangel ist in vielen Ländern ein relevantes Thema, wie die Auswertungen der OECD deutlich zeigen.

Das Nationale MINT Forum sieht daher in den Ergebnissen der OECD eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges, die Qualität und Attraktivität der MINT-Bildung in allen Bereichen weiter zu stärken. Entscheidend wird sein, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft gleiche Chancen erhalten, ihre Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu entfalten. Die Ankündigungen der Bundesregierung, zum Beispiel den MINT-Aktionsplan weiter auszubauen sind daher ein wichtiges Signal.

Die Studie ist hier zu finden: https://lnkd.in/eWE7JKTU

 

 

Julia Saalmann

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Christian Lück

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