
Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung wächst die Chance, Schule neu zu denken: nicht nur als Ort der Betreuung, sondern als umfassender Bildungsraum. Im Interview mit dem Magazin KuBi betont Julia Saalmann, Geschäftsführerin des Nationalen MINT Forums, dass gelingender Ganztag weit mehr braucht als einzelne engagierte Personen – er braucht verlässliche Strukturen und langfristige Kooperationen.
Besonders außerschulische Partner aus den Bereichen MINT, Kultur und Sport können dazu beitragen, Kindern neue Lern- und Erfahrungsräume zu eröffnen. Ihr Potenzial entfaltet sich jedoch erst dann nachhaltig, wenn Kooperationen strategisch geplant, organisatorisch verankert und dauerhaft abgesichert werden.
Ganztag kann ein wichtiger Hebel für mehr Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit sein. Frühzeitige MINT-Erfahrungen fördern Neugier, Selbstwirksamkeit und Zukunftskompetenzen – unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund. Entscheidend ist, dass alle Kinder Zugang zu qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten erhalten.
Diese Zielsetzung wird auch durch den neuen Aktionsplan „MINT+“ des BMBFSFJ und des BMFTR unterstrichen. Er setzt auf starke Partnerschaften zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um außerschulische MINT-Bildung stärker mit Zukunftskompetenzen, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden. Damit wird die Bedeutung verlässlicher Bildungsnetzwerke und außerschulischer Lernorte für die Förderung junger Talente nochmals hervorgehoben.
Der Ausbau des Ganztags ist damit nicht nur eine organisatorische Aufgabe, sondern eine strategische Investition in Chancengerechtigkeit, Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe.
Zum Interview: LINK
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