14. Nationaler MINT Gipfel 2026

Gründergeist, Entrepreneurship und Innovationen: Wie entfesseln wir die Potenziale im MINT-Bereich?

Veranstaltungen
09.06.2026
Berlin

Berlin, 9. Juni 2026 – Im Zentrum des MINT Gipfels 2026 stand die Frage, wie Deutschland seine Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, Dekarbonisierung und geopolitischen Veränderungen stärken kann. Klassische Fachkompetenzen allein werden künftig nicht mehr ausreichen. Gefragt sind vielmehr Problemlösungskompetenzen, Kreativität, Risikobereitschaft, Teamfähigkeit und der Wille, gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten.

MINT-Bildung ist heute weit mehr als die Vermittlung fachlicher Inhalte. Sie ist Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Resilienz und technologische Souveränität. Gleichzeitig braucht es Lern- und Bildungsräume, die jungen Menschen ermöglichen, eigene Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Gerade projektorientierte, interdisziplinäre und praxisnahe Lernformate spielen dabei eine zentrale Rolle, um aus Wissen Gestaltungskompetenz werden zu lassen.

Auf dem diesjährigen MINT Gipfel wurde von der Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der Bundesbildungsministerin Karin Prien der Aktionsplan MINT+ vorgestellt.

Karin Prien, Bundesbildungsministerin: „MINT bedeutet entdecken, entwickeln und verändern. Mit dem Aktionsplan MINT+ wecken wir Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und stärken die MINT-Bildung in Deutschland systematisch und nachhaltig. Gemeinsam mit dem Bundesforschungsministerium verbinden wir fachliche Kompetenzen mit Zukunftskompetenzen, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung.MINT+ setzt auf starke und verlässliche Partnerschaften aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam schaffen wir Strukturen, die Talente unabhängig von ihrer Herkunft fördern, begleiten und ihnen echte Entwicklungsperspektiven eröffnen.MINT-Kompetenzen sind eine Schlüsselvoraussetzung für selbstbestimmte Teilhabe in einer zunehmend digitalisierten Welt. Sie eröffnen individuelle Chancen, stärken die Innovationskraft unseres Landes und erhöhen die gesellschaftliche Resilienz. Deshalb setzen wir den Aktionsplan MINT+ konsequent um – mit klaren Zielen, konkreten Maßnahmen und starken Partnern an unserer Seite.“

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär betonte: „Deutschland ist MINT-Weltmeister und wir wollen, dass das so bleibt. Denn ein Platz an der Weltspitze der Schlüsseltechnologien gelingt nur, wenn wir die besten Talente für den Innovationsstandort gewinnen - die zukünftigen Erfinderinnen und Erfinder. Dafür benötigt Deutschland eine MINT-Talentarchitektur, die Breitenförderung und Exzellenzförderung noch stärker miteinander verbindet. Dafür braucht es ein enges Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Der Aktionsplan MINT+ ist ein Hebel für mehr technologische Souveränität, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und demokratische Resilienz in Deutschland."

Die Vorstände des Nationalen MINT Forums, Indra Hadeler und Dr. Tobias Ernst unterstrichen: „MINT-Bildung muss junge Menschen heute stärker dazu befähigen, Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und Innovationen voranzutreiben. Zukunftskompetenzen und Gründergeist gehören deshalb untrennbar zu moderner MINT-Bildung.“

Zugleich verwiesen sie darauf, dass Deutschland trotz seiner technologischen Stärke noch immer zu häufig von einer Kultur der Fehlervermeidung geprägt ist. Um Innovationspotenziale besser zu entfalten, braucht es mehr Mut zum Experimentieren, mehr Offenheit für neue Wege und eine stärkere Verbindung von MINT-Kompetenzen mit Kreativität, unternehmerischem Denken und gesellschaftlicher Verantwortung.

Das Nationale MINT Forum begrüßt den Aktionsplan MINT+ als wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung der MINT-Bildung in Deutschland. Besonders hervorzuheben sind der systemische Ansatz entlang kohärenter Bildungswege, die stärkere Vernetzung von formaler und außerschulischer Bildung sowie der Ausbau regionaler Bildungsökosysteme und Partnerschaften. Damit setzt der Aktionsplan wichtige Impulse, um MINT-Bildung langfristig wirksamer, chancengerechter und zukunftsorientierter zu gestalten.

Aktionsplan MINT+

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