Themenblock „MINT-Frauen gewinnen und halten: Einflussfaktoren und Wirkmechanismen“

Frauen sind in Deutschland trotz eines hohen Bildungsengagements nicht entsprechend ihren Qualifikationen in den MINT-Schulfächern, Ausbildungsberufen und Studiengängen vertreten. Sie fehlen auch in technischen Berufen und Forschungsfeldern. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass durch das Engagement in Bildung und Forschung in den vergange­nen Jahren bereits positive Ansätze gefunden wurden, um einen Anstieg in der Zahl der Frauen in der akademischen MINT-Bildung zu erzielen. Aber...

Es gilt diesen Anstieg zu erweitern, zu konsolidieren und insbesondere auf die berufliche Bildung und den nachhaltigen Verbleib in MINT-Berufen zu übertragen. Einige Beispiele zeigen, wo die Herausforderungen liegen: Junge Frauen erzielen in den MINT-Fächern gute Leistungen in der Schule und bei den Schulabschlüssen. Sie setzen diese Erfolge aber noch nicht in die Wahl einer größeren Vielfalt von Berufsausbildungen und Studiengängen um.

In Schule, beruflicher Ausbildung und Studium sind Biologie, Chemie und Mathematik bei jungen Frauen durchaus gefragt; Physik, Technik, Informatik sowie öffentlich „technisch“ anmutenden Fachrichtungen kommen für sie bislang weniger häufig infrage. Die vorhandenen MINT-Kompetenzen junger Frauen werden in Familie und Schule, bei Lehrkräften, Ausbildern und in der Berufsberatung zu selten wahrgenommen,  daher auch nicht gefördert und als Chance bei der Berufswahl angesehen. Mehr Vielfalt im Personal führt auch zu mehr Kreativität, innovativen Ideen und Erfolgen; daher gilt es, mehr Frauen mit MINT-Kompetenzen für Aufgaben in Bildung, Arbeit und Forschung zu gewinnen.

Die AG MINT Frauen 4.0 im Nationalen MINT Forum erarbeitet mit zahlreichen, bundesweit engagierten Organisationen und Einrichtungen Empfehlungen mit konkreten Ansatzpunkten zum Handeln. Ihr Ziel ist es, mehr Frauen für MINT-Bildung und in MINT-Berufen zu gewinnen, sie in ihrem MINT-Engagement zu stärken und zu halten. Hierzu hat sie ein Vorgehen gewählt, das sich an den Bildungsphasen der Frauen orientiert – von der Kita, über die Schule, die Ausbildung, den beruflichen Einstieg und bis zur weiteren beruflichen Karriere - und die dort handelnden Personen und Einrichtungen einbezieht.

Ablauf:

Der Themenblock auf dem Gipfel beginnt mit einem Werkstattbericht aus der AG MINT Frauen 4.0, in dem die AG-Leiterin Prof. Barbara Schwarze ein Modell zu zentralen Einflussfaktoren und Wirkmechanismen entlang der Bildungs- und Erwerbsbiographien vorstellen wird. In der folgenden Gesprächsrunde werden Valerie Vidal, Beate Albrecht und Vanessa Westphal als Role-Models ihre Erfahrungen aus Schule, beruflicher Ausbildung und Studium darstellen. Den zusammenfassenden Kommentar übernimmt aus dem NMF Prof. Kira Kastell, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Frankfurt University for Applied Sciences.

 

 

 

 

 

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