Themenblock „Was wirkt in der Berufs- und Studienorientierung“

Der MINT-Fachkräftemangel hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verschärft (MINT-Frühjahrsreport). Zwei Aspekte fallen dabei besonders ins Auge: Zum einen wissen Schülerinnen und Schüler an Gymnasien häufig zu wenig über die vielfältigen Möglichkeiten des dualen Ausbildungssystems. Weiterhin folgen Jugendliche nach wie vor überlieferten Geschlechterklischees und schränken damit ihre Berufs- bzw. Studienwahl unnötig ein.

Daher bedarf es insgesamt der Stärkung einer guten, frühzeitigen und klischeefreien Berufs- und Studienorientierung an allen Schulformen. Eine zentrale Aufgabe ist es dabei, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die Angebote für weitere Bildungswege und mögliche Berufe sowie die Arbeitsmarkt­situation zu analysieren und mit ihren Interessen und Fähigkeiten vergleichen zu können. Berufliche und akademische Bildung sind dabei gleichwertige Möglichkeiten, die eigene Bildungsbiografie zu gestalten.

Es wird diskutiert, die Berufs- und Studienorientierung bundesweit curricular zu verankern, mehr Einblicke in die reale Berufswelt zu schaffen und gezielt Frauen als Vorbilder einzusetzen. Die aktuelle PISA-Studie zeigt zudem, dass die Schulen nicht nur die Studierfähigkeit und Ausbildungsreife sichern, sondern auch die Begeisterung an MINT-Fächern wecken müssen. Das kann beispielsweise über MINT-Mentoren-Programme, einschlägige Wettbewerbe, Lehrkonzepte zum effektiven Einsatz von Computern und außerschulische Aktivitäten gelingen.

Ablauf:

Der Themenblock auf dem Gipfel beginnt mit zwei Impulsvorträgen: Die landespolitische Sicht wird von KMK-Vizepräsidentin Dr. Stefanie Hubig vorgetragen. Danach wird Prof. Dr. Olaf Köller ausgewählte Daten und Erkenntnisse aus der Bildungsforschung vorstellen (MINT-Nach­wuchsbarometer). Es folgt eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Schulen, Wirtschaft und dem NMF, namentlich KMK-Präsidentin Dr. Stefanie Hubig, die Schulpädagogikforscherin Prof. Heidrun Stöger, der Vorsitzende des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung Joachim Maiß, der schulseitige Vorsitzende von SCHULEWIRT­SCHAFT Deutschland Dr. Alfred Lumpe sowie für das NMF Dr. Michael Stahl, Geschäftsführer Bildung und Volkswirtschaft bei Gesamtmetall. Den zusammenfassenden Kommentar spricht dann aus dem NMF Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht.

Quelle: MINT-Frühjahrsreport 2019

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