Potenzialentwicklung in der MINT-Bildung

Schon vor dem Start reger Gedankenaustausch:

Die Abgeordneten Birke Bull-Bischoff (Die Linke, links), Dr. h. c. Thomas Sattelberger (FDP, 2. von rechts) Dr. Karamba Diaby (SPD, rechts)

Lebendige kontroverse Diskussionen noch bevor das offizielle Programm startete, ein volles Haus bis zum Schluss und der Wille, gemeinsam die MINT-Bildung voranzubringen: Auch der 3. Parlamentarische Abend des Nationalen MINT Forums (NMF) fand „in bester demokratischer Diskussionskultur“ statt, wie NMF-Co-Sprecher*in Dr. Nathalie von Siemens am Ende resümierte.

Das bewährte Grundsetting im Programmablauf blieb. Die rund 70 Teilnehmer*innen aus den Reihen der NMF-Mitglieder diskutierten im geschlossenen Rahmen mit der Bundespolitik. Zunächst wurde die Bundesregierung nach ihren Plänen und Aktivitäten bezüglich des MINT-Aktionsplans gefragt, dann wurden die Kernforderungen des NMF mit den bildungspolitischen Sprechern und MINT-Berichterstattern der im Bundestag vertretenen Parteien diskutiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Bildungsjournalisten Lothar Guckeisen.

 

MINT-Potenziale im Mittelpunkt:

NMF-Co-Sprecher Dr. Ekkehard Winter im Gespräch mit Moderator Lothar Guckeisen

„Unser Angebot, Ideen und Aktivitäten für gute MINT-Bildung gemeinsam mit der Politik voranzutreiben, fiel auf fruchtbaren Boden“, freute sich NMF-Co-Sprecher Dr. Ekkehard Winter zu Beginn der Veranstaltung. Man habe schon frühzeitig prominente Vertreter aus der Politik, allen voran die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zu Gast gehabt, aber der mittlerweile etablierte kontinuierliche Austausch mit der Politik, sei es mit den Abgeordneten, sei es mit dem Bundesbildungs­ministerium (BMBF)– das sei ein großer Erfolg der Arbeit von NMF und seinen Mitgliedern. Winter dankte seinen Gästen aus der Politik ausdrücklich für ihr Engagement.

„Eine Kernforderung des NMF vom diesjährigen Nationalen MINT Gipfel ist, eine nationale Allianz zur Stärkung der Qualität und Wirkung von MINT-Initiativen zu bilden“, sagte Winter. Grundidee sei es, sich gemeinsam auf gendersensible Qualitätskriterien und Leitlinien zur Qualitätssicherung zu einigen, an denen sich alle MINT-Initiativen orientieren können. Dem Bund schlug Winter vor, diese Allianz mit der im MINT-Aktionsplan angekündigten MINT- Vernetzungsstelle sinnvoll zu verknüpfen.

Im NMF seien zwar viele wichtige Akteure aus Verbänden, Fachvereinigungen, Stiftungen und Wissenschaft, aber das NMF wolle den Dialog wesentlich breiter aufstellen. Dazu böte jetzt der MINT-Aktionsplan der Bundesregierung eine Chance. Im MINT-Aktionsplan seien wichtige Anliegen des NMF aufgegriffen worden. Jetzt sei man neugierig auf die Umsetzung. Aber auch in der Kultusministerkonferenz und in den Bundesländern seien eigene Strategien und Landesprogramme zur Förderung regionaler MINT-Netzwerke entstanden, z. B. in Nordrhein-Westfalen,  Rheinland-Pfalz, Bayern oder Thüringen.

„All diese Ebenen in unserem föderalen System wollen wir natürlich auch einbeziehen und so die Aktivitäten nachhaltig auf die Schiene setzen“, sagte Winter.

„Regionale MINT-Netzwerke systematisch und koordiniert stärken,“ heißt die 2. Forderung des NMF, die Winter zur Diskussion stellte. Dabei werde die Forderung „angesichts von inzwischen 127 MINT-Regionen bundesweit gerade durch die Realität bestätigt“, freute sich Winter.

Wichtig sei angesichts der Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene, dass keine Doppelstrukturen entstehen. Winter plädiertefür eine enge Abstimmung und koordinierte Verfahren. Das NMF organisiere deswegen gemeinsam mit der Körber-Stiftung eine Veranstaltung, auf der dieser Dialog zwischen Akteuren und Entscheidern im Mittelpunkt stehe. (Link zu KDMR).>

„Unser weiterer Beitrag wird ab dem kommenden Jahr eine MINT-Qualitätsoffensive sein“, sagte Winter. Der Fokus wird dabei auf außerschulischen MINT-Angeboten und MINT-Akteuren im Feld liegen. Das NMF hatte dazu bereits einen Leitfaden herausgebracht, der den Akteuren ermöglicht, in einer Selbstanalyse die eigene Arbeit auf Wirkungsorientierung hin zu untersuchen. „Dabei soll es aber nicht bleiben“, sagte Winter, „vielmehr muss jetzt sichergestellt werden, dass der Leitfaden auch wirklich genutzt wird“. Aus diesem Grund werde das NMF gemeinsam mit seinen Partnern ab 2020 ein Projekt starten, das den Leitfaden über das Netzwerk der MINT-Regionen bundesweit in die Praxis bringt.

„Mit allen Bildungspartnern ein integriertes System von Schule und ihrer Umwelt schaffen“ – diese 3. Forderung des NMF lag Winter besonders am Herzen. Es gebe zwar viele gute Initiativen in den Regionen, häufig wüssten die einzelnen Akteure aber nichts voneinander. Hier sei noch viel zu tun, um ein Bildungsökosystem herzustellen, in dem alle Akteure aus formaler Bildung und außerschulischem Bereich zusammenarbeiten: „Das ist unsere Vision“.  Die Schulen würden beginnen, sich in ihrem Selbstverständnis zu wandeln und sich für neue Arbeitsweisen und Kooperationen zu öffnen, aber von Ökosystemen wie sie auch international diskutiert werden, sei da noch keine Rede. Es gäbe denkbare Andockstellen wie den Ganztag, „aber der funktioniert noch nicht richtig“, sagte der NMF-Co-Sprecher und betonte, dass man bei diesen systemischen Fragen noch am Anfang stehe: „Das ist die große Kunst, wie man all diese verschiedenen Partner jetzt zum gemeinsamen Handeln bringt.“

Die Bundesregierung stellt ihren MINT-Aktionsplan vor:

Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär, erklärt die Inhalte und Ziele.

 

Mit ihrem MINT-Aktionsplan hat die Bundesregierung in 2019 ein wichtiges Bekenntnis zur Bedeutung der MINT-Bildung vorgelegt. Daher wurde der Bericht zum Sachstand von Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), von den Gästen des Parlamentarischen Abend mit großer Neugier erwartet. Meister dankte dem NMF ausdrücklich für die vielen hilfreichen Hinweise und meldete „ein großes Interesse, diesen Dialog fortzuführen“.

Von den vier im MINT-Aktionsplan vorgesehenen Einzelaktionensei die Kommunikationsoffensive mintmagie bereits angelaufen, die drei anderen dagegen „noch in Arbeit“.

Meister nanntedie wenige Tage zuvor ausgeschriebene Bekanntmachung zur Förderung  regionaler MINT-Cluster für MINT-Bildung von Jugendlichen, die noch im November erwartete Ausschreibung einer MINT-Vernetzungsstelle sowie die Förderung von MINT-Begleitforschung.

Bei den MINT-Clustern, erklärte Meister, sollen ausdrücklich nicht Inhalte, sondern Strukturen gefördert werden. Alle ausgewählten Cluster – bis zu 40 – würden zeitlich begrenzt für 3 Jahre und bei Bewährung nochmals 2 Jahre finanziert, danach müssten die Bewerber laut Meister „in der Lage sein, ohne BMBF-Hilfe zu bestehen“. In 2020 sei eine zweite Ausschreibungsrunde geplant. Zur Gefahr von entstehenden Doppelstrukturen kommentierte Meister,man könne gar nicht genug MINT-Förderung betreiben, aber man wolle auch „nicht fördern, was schon existiert, sondern neue Strukturen schaffen“. Bestehende Initiativen hätten eine Chance, wenn sie „Vorhandenes weiterentwickeln und die Qualität steigern“. Für bereits bewährte Projekte gäbe es keine zusätzliche Förderung.

Die MINT-Vernetzungsstelle, deren Ausschreibung Meister noch für 2019 ankündigte, soll weit mehr sein als eine Liste von Akteuren. Die Bewerbungskriterien seien bewusst offengehalten, sagte Meister, um der Kreativität der Bewerber freien Lauf zu lassen, wie die Umsetzung aussehen könne. Einzig vier Ziele sind vorgegeben: die bundesweite Vernetzung und der Austausch von MINT-Akteuren, Transfermöglichkeiten von guten Erfahrungen, Verfahren für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis und die Übernahme einer Dachfunktion.

Zum Bedarf an MINT-Begleitforschung sagte Meister: „Wir wissen nicht, in welchem Alter junge Leute an MINT herangeführt werden sollten oder welche Aktivitäten wirklich geeignet sind, Menschen für MINT zu begeistern“. Aus diesem Grund bedürfe es Forschung, was zu tun ist oder was verbessert werden muss. Es sei geplant, Vorhaben über die Vernetzungsstelle oder eine eigene BMBF-Ausschreibung zu fördern.

 

Die Parlamentarier in der Diskussion (von links):

Dr. h. c. Thomas Sattelberger (FDP), Dr. Karamba Diaby (SPD), Birke Bull-Bischoff (Die Linke), Margit Stumpp (Bündnis90/Die Grünen). Sybille Benning (CDU/CSU). Rechts: Moderator Lothar Guckeisen.

 

Die Diskussion mit den Parlamentariern drehte sich um den MINT-Aktionsplan der Bundesregierung sowie um die Forderungen des NMF. Neben großer Zustimmung für die aktuellen Aktivitäten brachten die Abgeordneten auch Kritik und Vorschläge zu noch fehlenden Aspekten der MINT-Bildung wie soziale Unterschiede, Gender-Fragen oder auch Nachholbedarf in den ostdeutschen Bundesländern ein.

Zum MINT-Aktionsplan der Bundesregierung

Grundsätzlich kommentierten die Abgeordneten den MINT-Aktionsplan positiv. Sie begrüßten ausdrücklich die angestrebte Vernetzung von Schule und außerschulischen Initiativen und appellierten einmütig, die vorhandenen Initiativen und Akteure gezielt einzubinden und mit ihnen abgestimmt zu agieren. Thomas Sattelberger (FDP) lobte den Austausch des BMBF mit dem NMF, denn dadurch sei es zu einer „Reifung“ der letztlich vorgestellten Ausschreibung gekommen. Er verwies auf das große Engagement der Zivilgesellschaft in den vergangenen 15 Jahren und appellierte: „Wir müssen jetzt alles tun, damit die Kooperation zwischen diesem mächtigen Bottom-up-Engagement und dem staatlichen Top-Down mit den Ausschreibungen jetzt elegant und diplomatisch gestaltet wird, um unnötige Frustration und letztlich Spaltung zu vermeiden“. Auch Karamba Diaby (SPD) riet dringend, Synergien zwischen vorhandenen und neuen Strukturen zu schaffen. „Wo es keine Netzwerke gibt, gibt es auch weniger Chancen“, sagte er und forderte vehement, sich um die weißen Flecken bei den MINT-Regionen in den neuen Ländern zu kümmern: „Auch hier müssen wir alle Potenziale in Kindergarten und Schule mitnehmen“. Birke Bull-Bischoff (Die Linke) bestätigte dieses Anliegen und sprach von einem Ost-West-Gefälle, „obwohl die Ost-Länder eine naturwissenschaftliche Tradition hatten“. Der Grund sei die spezifische Entwicklung nach der Wende. Sie plädierte daher für eine Ansprache im Osten Deutschlands, um diese besonderen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Der Aufbau regionaler MINT-Netzwerke böte einen „sehr guten Einstieg“. Jetzt müssten aber auch weitere bislang vernachlässigter Aspekte aufgegriffen werden wie Frauen und Mädchen oder auch der Einfluss von sozialen Milieus. Auch Margit Stumpp  (B90/Die Grünen) verwies auf Aspekte der Bildungsgerechtigkeit wie Hürden für Kinder aus finanziell prekären Verhältnissen, „das haben wir nach wie vor nicht im Griff“. Weiterhin sieht Stumpp ein Problem darin, einen Link zwischen Schulen und außerschulischen Initiativen, also zwischen dem formalen und dem nicht-formalen Lernen, herzustellen. Dieser Aspekt würde sowohl im MINT-Aktionsplan als auch in den NMF-Forderungen noch fehlen. Die Schulen wollen sich öffnen, aber erforderlich sei die Förderung insbesondere personeller Ressourcen, Ehrenamtliche allein könnten das nicht leisten. Sybille Benning (CDU/CSU) betonte, dass die geplante Vernetzungsstelle nicht nur eine Servicestelle sein dürfe, sondern vielmehr den Austausch zwischen den vielen, sehr divers aufgestellten Initiativen bieten muss. Dazu gehöre auch die Vernetzung mit den Schulen. Die ausgewählten Betreiber müssten auf qualitäts­orientierte, gendersensible und sozial ausgewogene Aspekte achten.

Zum Thema Qualität

Die Herausgabe des NMF- Leitfaden zur Selbstanalyse wurde von den Abgeordneten durchweg begrüßt. Sybille Benning (CDU/CSU) hält es wie das NMF für erforderlich, diesen Leitfaden nun auch in die Breite zu tragen und Interessenten bei der Umsetzung zu unterstützen. Wichtig sei angesichts der großen Vielfalt an Initiativen, den Einstieg auf unterschiedlichen Stufen zu ermöglichen, um letztlich Qualität liefern zu können. Thomas Sattelberger (FDP) betonte, dass Qualität ein Lernprozess sei, den man nicht von oben verordnen könne; vielmehr müsse er „pädagogisch gecoacht und auch ein Stück gesteuert werden“. Andererseits hätten Schulen recht, wenn sie bei Kooperationen von außerschulischen Initiativen erwarten, dass diese gewissen Qualitätsan­sprüchen genügen. In der KMK müssten daher Mindeststandards definiert werden. In der Praxis allerdings dürfe das nicht über eine Siegelvergaben, sondern über „kollegiale Verfahren der Auditierung“ umgesetzt werden. Die Kriterien müssen natürlich transparent sein. Karamba Diaby (SPD) stellte mit Verweis auf den MINT-Aktionsplan und die nicht unerheblichen Fördermittel fest, die Diskussion sei „heute viel weiter als vor 12 Monaten“. In den kommenden Jahren würde sich zeigen, wie und wo sich Qualität entwickele; so könne sie sich auch aus Erfahrung vor Ort ergeben. NMF und Körber-Stiftung hätten viel dazu beigetragen, die Player vor Ort zu erreichen. „Jeder sollte die Möglichkeit haben, in den Genuss von MINT-Bildung zu kommen“, waren sich Benning und Diaby einig und forderten mit Verweis auf den MINT-Aktionsplan: „Das muss jetzt die Vernetzungsstelle leisten“.

Zum Thema Integriertes System aus Schule und ihrer Umwelt:

Bei der Zusammenarbeit von Schule und seiner Umwelt fokussierten sich die Beiträge der Abgeordneten auf Personalfragen. So verwies Margit Stumpp (B90/Die Grünen) beispielsweise auf die Grundgesetzänderung im Zuge des Digitalpaktes. MINT-Initiativen machte sie darauf aufmerksam, dass „klug aufgesetzte Projekte nun auch Bundesförderung für Personal bekommen können“. Dies sei leider nötig, denn häufig sei das Problem nicht die technische Ausstattung, sondern dass die Arbeit in Ehrenämtern und der organisatorische Aufwand unterschätzt werden. Birke Bull-Bischoff (Die Linke) riet, unbedingt alle Schulformen und auch Jugend- und Kinderhilfe in die Zusammenarbeit zu integrieren.

 

 

MINT auch 2020 ganz oben auf der Agenda

Fazit und Ausblick von NMF Co-Sprecher*In Dr. Ekkehard Winter und Dr. Nathalie von Siemens

 

„Wir sind ein großes Stück weitergekommen“, bilanzierte NMF-Co-Sprecher Dr. Ekkehard Winter. Die Einladung des BMBF zu weiterer Kooperation nehme das NMF gerne an.

Aus der Diskussion mit den Abgeordneten identifizierte Winter folgende Defizite bei den momentanen Aktivitäten: Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien werden nicht gezielt angesprochen – ganz aktuell bestätigt durch die ICILS-Studie; es mangelt noch immer an geeigneten Maßnahmen für die Einbindung von Mädchen und jungen Frauen; es fehlt  an der Vermittlung grundsätzlicher MINT-Kompetenzen; formale, informale und informelle MINT-Bildung sind zu wenig verknüpft; es gibt noch zu wenige MINT-Regionen in den ostdeutschen Ländern; es besteht  ein Gefälle zwischen großen und kleinen Initiativen und bei einzelnen Aktivitäten bedarf es einer gezielteren zielgruppenspezifischen Ansprache. Da sich der MINT-Aktionsplan an außerschulische Initiativen richte, müsse nun für eine Verbindung zur Schule gesorgt werden, „das wird die Kunst sein“.  Es sei vollkommen berechtigt, sagte Winter, dass Schulen Qualität bei außerschulischen MINT-Initiativen erwarten. Daher sei der vom NMF herausgegebene Leitfaden auch gezielt auf Qualitätssicherung und Wirkungsorientierung angelegt.

„Die Diskussionen fanden nicht nur in einer guten Stimmung, sondern vor allem auf einem demokratischen Grundkonsens statt – dafür danke ich Ihnen“, sagte NMF-Co-Sprecherin Dr. Nathalie von Siemens. Dies sei nötig im derzeitigen Epochenwandel und habe eine gute Energie für die Aktivitäten im kommenden Jahr freigesetzt. Das NMF werde in 2020 die Umsetzung des MINT-Aktionsplans „als Konsensfindungsgremium“ begleiten und beraten. Die bereits gestartete Kommunikationskampagne mintmagie treffe einen Nerv in Zeiten, in denen nur ein Drittel der Bevölkerung glaubt, dass technologische Entwicklungen helfen, die großen Zukunftsfragen zu bewältigen. Ebenso wichtig sei nun eine rasche Ausschreibung von MINT-Begleitforschung. Mit den Ausschreibungen zu MINT-Clustern und einer MINT-Vernetzungsstelle habe das BMBF den Königsweg der außerschulischen MINT-Bildung aufgegriffen: die regionale Vernetzung. Die große Bedeutung der regionalen Kooperation für die Praxis habe die überwältigende Resonanz auf den Körber-Dialog MINT-Regionen gezeigt. Auf Einladung von NMF und Körber-Stiftung werden sich Ende November erstmals Entscheider aus Bund, Ländern und Kommunen mit MINT-Akteuren zu Dialog und Austausch treffen.

„Auch in 2020 werden wir dranbleiben und uns für die MINT-Bildung mit eigenen Beiträgen engagieren“, kündigte Nathalie von Siemens an. So wird das NMF gemeinsam mit Partnern eine MINT-Qualitätsoffensive starten, indem es Schulungen für MINT-Initiativen anbietet, die den Leitfaden für wirkungsvolle Arbeit außerschulischer MINT-Initiativen umsetzen wollen. Der Nationale MINT Gipfel am 27. Mai 2020 wird sich den Schulen widmen und thematisieren, wie ihnen der Wandel in ihrem Selbstverständnis hin zu mehr Öffnung für neue Impulse und externe Partner noch besser gelingen kann.

 

 

 

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