Großes Interesse am ersten nationalen MINT Gipfel

„Deutschland stünde in den derzeitigen Krisen längst nicht so gut da, hätten wir nicht all die vielen gut ausgebildeten Menschen, vor allem die Ingenieure", lobte Bundesministerin Johanna Wanka zum Auftakt des 1. Nationalen MINT Gipfels. Wenn Deutschland aber diesen Standard auch in Zukunft halten wolle, sei es vor allem wichtig, die MINT-Bildung zu stärken und den Nachwuchs für MINT-Karrieren zu interessieren, so Wanka weiter. Eine Initiative wie das Nationale MINT Forum sei daher ein enorm wichtiger Impuls, um Verbesserungen in der MINT-Bildung auf allen Altersstufen zu erreichen.

Pressefoto 1. Nationaler MINT Gipfel
Foto: Nationales MINT Forum / D. Ausserhofer

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka mit den Sprechern des Nationalen MINT Forums Thomas Sattelberger (links) und Henning Kagermann (rechts) sowie den Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft Prof. Dr. Jürgen Mlynek und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Dieter Hundt.

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Wie solche Verbesserungen konkret aussehen könnten und wie sich die Unterstützer des Nationalen MINT Forums künftig gemeinsam engagieren wollen, erfuhren die rund 270 Teilnehmer, die am 10. Juni zum ersten Nationalen MINT Gipfel nach Berlin gekommen waren, in unterschiedlichen Vorträgen und Arbeitsforen. Den Anfang machten am Vormittag die beiden Koordinatoren des Nationalen MINT Forums, Professor Henning Kagermann und Thomas Sattelberger, die die Arbeitsweise und die Ziele des neuen Forums vorstellten. Das Forum sei zunächst bewusst ein „Zusammenschluss ohne Rechtsform", betonte Kagermann. So könne jeder der Unterstützer die eigene Identität wahren, aber sich gleichzeitig für das gemeinsame Ziel einsetzen, bei der Politik für bessere MINT-Bildung zu werben. Sattelberger erklärte, das Forum bündele die Stärke der einzelnen Akteure in MINT-Bildung, -Forschung und -Aufklärung. Zusammen wolle man zeigen, dass MINT eine Perspektive für sehr viele Menschen in unserem Land sein könne.

An die Begrüßung schlossen sich die Präsentation drei hochkarätiger Experten an, die die MINT-Bildung jeweils aus Perspektive der Politik (Ministerin Johanna Wanka), der Wirtschaft (Arbeitgeberpräsident Professor Dieter Hundt) und der Wissenschaft (Professor Jürgen Mlynek) beleuchteten. Den Nachmittag eröffneten Professor Manfred Prenzel und Dr. Ekkehard Winter, die die ersten Ergebnisse aus den derzeit sieben Arbeitsgruppen des Nationalen MINT Forums vorstellten. Die Leitlinien zur Qualitätssicherung und die Empfehlungen zur MINT-Lehramtsausbildung sind im Servicebereich (rechts) als PDF-Dateien verfügbar.

Zu den Aktivitäten der fünf weiteren Arbeitsgruppen, die sich mit den Themen Attraktivität des Ingenieurberufs, Begabungsreserven, Ganzheitlicher Bildungsbegriff, Internationalisierung und MINT-Regionen befassen, konnten sich die Tagungsteilnehmer anschließend in parallelen Nachmittagsveranstaltungen informieren. Wie sich MINT-Bildung in der Praxis erfolgreich umsetzen lässt, zeigte die den Tagungstag abschließende Podiumsdiskussion, die mit einem Impulsstatement von Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe eingeleitet wurde. Fazit der Koordinatoren Kagermann und Sattelberger: „Wir sind sehr stolz auf die große Resonanz, die der MINT Gipfel gefunden hat und freuen uns über die schon jetzt zahlreichen Anfragen weiterer potenzieller Unterstützer.

Leitfaden 1.0 für die Qualitätssicherung von MINT-Initiativen (2013)

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Zehn Thesen und Forderungen zur MINT-Lehrerausbildung (2013)

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Videodokumentation des 1. Nationalen MINT Gipfels

Grußwort der Bundeskanzlerin anlässlich des 1. Nationalen MINT Gipfels

Wissensdrang, Vorstellungskraft und Lust am Auspro­bieren - all das lässt sich besonders gut bei Kindern und Jugendlichen beobachten und fördern. Diese Chance frühzeitig zu nutzen, bedeutet, Türen für eine erfolgreiche Zukunft zu öffnen - sowohl für den Einzelnen als auch für unsere Gesellschaft insgesamt.

Die Bundesregierung misst der Qualifizierung vielverspre­chender Talente höchste Priorität bei und investiert so viel in Bildung und Forschung wie nie zuvor. Wir bleiben aber auf starke Partner angewiesen. Denn junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, ist eine facettenreiche Aufgabe. Sie setzt bei frühkindlicher Bildung an, reicht über Schule und Ausbildung bis hin zu Studium und Weiterbildung. Entsprechend zahlreich sind die Ideen, Aktivitäten und Erfahrungen derjenigen, die sich mit Herzblut für den MINT-Nachwuchs einsetzen.

Das Nationale MINT Forum bündelt die vielfältigen Kom­petenzen und bietet mit dem ersten Nationalen MINT Gip­fel eine hervorragende Plattform, um sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam die Qualität der MINT-Bil­dung weiter voranzubringen. Daher danke ich den Initiato­ren für ihr verdienstvolles Engagement. Allen Teilnehmern wünsche ich einen erfolgreichen Nationalen MINT Gipfel und viele wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit.

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