MINT-Fachkräfte und Studierende weiterhin gefragt – Regionalspezifischer Report für Rheinland-Pfalz veröffentlicht

Wie viele MINT-Fachkräfte arbeiten im Eifelkreis Bitburg-Prüm im Vergleich zur Stadt Ludwigshafen? Wie stellt sich das Qualifikationsprofil, Alter und Geschlecht dieser Fachkräfte dar und wie hoch ist der Anteil der MINT-Studierenden an den Hochschulen und Universitäten in Rheinland-Pfalz? Der neu erschienene MINT-Report Rheinland-Pfalz gibt erstmals regionalspezifische Antworten.


Für die Entwicklung des MINT-Reports Rheinland-Pfalz wurde das Institut der deutschen Wirtschaft e.V. (IW) aus Köln beauftragt, das seit 2011 den bundesweiten „MINT-Report“ (Frühjahrs- und Herbstreport) veröffentlicht. Für das Land Rheinland-Pfalz wurde nun durch das IW im Auftrag der landeseigenen MINT-Geschäftsstelle, unterstützt durch die Ministerien für Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft Rheinland-Pfalz, ein Report erstellt, welcher auf Ebene der 36 Landkreise und kreisfreien Städte einen detaillierten Blick auf die spezifischen Bedarfe und Entwicklungen der Regionen ermöglicht. Daraus wird klar: Eine globale Leuchtturmregion der chemischen Industrie hat andere Bedürfnisse bei der MINT-Förderung als eine Weinbau- und Tourismusregion. So schafft der MINT-Report Rheinland-Pfalz die Voraussetzungen für die Entwicklung passgenauer regionaler Maßnahmen der MINT-Förderung. Er ergänzt damit MINT-Förderinstrumente des Landes wie die MINT-Geschäftsstelle und den jährlichen MINT-Regionen-Förderwettbewerb.
Auf wissenschaftlicher Grundlage werden unter anderem die regional höchst unterschiedlichen Rahmenbedingungen bezüglich des Anteils der älteren MINT-Beschäftigten, des Frauenanteils in MINT- Beschäftigungsverhältnissen sowie des Anteils an MINT-Fachkräften mit Migrationshintergrund dargestellt. Insbesondere aus den Kennzahlen zum Alter der Beschäftigten lassen sich zielführend die regionalen MINT-Fachkräftebedarfe in den Städten und ländlichen Regionen in Rheinland-Pfalz für die Zukunft herauslesen. Ergänzend leistet der Report auch einen Überblick über den Anteil der MINT-Studierenden an den regionalen Hochschulstandorten in Rheinland-Pfalz sowie über die dort erworbenen ingenieurwissenschaftlichen bzw. mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Abschlüsse.
In der Gesamtschau stellt der Report den regionalen Fachkräftenachwuchsbedarf in den MINT-Berufen dar, der sich angesichts der Altersstruktur der MINT-Beschäftigten voraussichtlich künftig verstärken wird. Der MINT-Report Rheinland-Pfalz ist ab sofort über die Website der MINT-Geschäftsstelle als Download verfügbar. Bei weiteren Fragen steht die MINT-Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

Quelle/Copyright: Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

 

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