Kommentar zum MINT-Herbstreport 2020: MINT-Bildung massiv stärken.

Berlin, 20. November 2020 – Der heute veröffentlichte MINT-Herbstreport zeigt wie erwartet einen Rückgang beim MINT-Fachkräftemangel aufgrund der Corona-Pandemie. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bedarf an MINT-Fachkräften in den kommenden Jahren hoch bleiben wird oder sogar steigt. Ohne diese Fachkräfte sind der anstehende Wandel auf dem Arbeitsmarkt und die dafür erforderlichen Innovationen nicht zu bewältigen. Deswegen müssen jetzt alle Anstrengungen, mehr junge Menschen für MINT-Berufe zu gewinnen, fortgesetzt und intensiviert werden. Insbesondere die Schulen müssen jetzt unterstützt werden, den auch bei ihnen anstehenden Wandel zu bewältigen. Das Nationale MINT Forum zeigt mit seinen Forderungen und Empfehlungen Lösungswege auf.

Der Arbeitsmarkt steht vor einem großen Wandel durch eine älter werdende Gesellschaft, durch die Digitalisierung aller Arbeitsprozesse und den Bedarf zu nachhaltigem Wirtschaften. „Bei aller Unsicherheit der Vorhersage ist doch eines sicher: Ohne Menschen mit einer fundierten MINT-Bildung werden der Wandel und die damit einhergehenden Innovationen nicht zu bewältigen sein“, sagte heute Dr. Ekkehard Winter, Co-Sprecher des Nationalen MINT Forum (NMF). Gemeinsam mit allen Stakeholdern müssten jetzt die massive Anstrengungen zur Gewinnung junger Menschen für die MINT-Bildung entlang der gesamten Bildungskette unternommen werden.

Der MINT-Aktionsplan der Bundesregierung, die MINT-Strategien in einigen Bundesländern und die vielen außerschulischen MINT-Bildungsinitiativen bundesweit sind eine gute Basis, aber sie reichen bei Weitem nicht aus, um Deutschland zukunftsfest aufzustellen. „Im Superwahljahr 2021 gehört das Thema MINT-Bildung ganz vorn auf die politischen Agenda“, sagte NMF-Co-Sprecherin Edith Wolf. In den Forderungen und Empfehlungen des NMF werden Lösungswege aufgezeigt. So müssten jetzt Bund, Länder und Kommunen ihre Aktivitäten besser aufeinander abstimmen. Die Schulen müssten darin unterstützt werden, sich für neue Lehr- und Lernmethoden, neue Personalkategorien und neue Partner zu öffnen. Mädchen und junge Frauen müssten gezielt gefördert und für MINT gewonnen werden. Erfolgsmodelle, wie die regionale Zusammenarbeit in den MINT-Regionen und außerschulische MINT-Bildungsangebote, müssen gestärkt werden. „Wir stehen bereit, die Politik bei den anstehenden Maßnahmen beratend zu unterstützen“, erklärte Wolf.

 

 

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Die Initiatoren

Der MINT-Report wird zweimal jährlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt. Die Studie entsteht im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

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