MINT-Bildung ist Zukunftsbildung

Berlin, 1. Juni 2022 – Der MINT Aktionsplan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird fortgesetzt und erweitert. Dies kündigt Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger auf dem 10. Nationalen MINT Gipfel in Berlin an. Sie stellte einen „5 Punkte Plan für mehr MINT-Kompetenzen“ vor. Dafür will das Ministerium insgesamt 45 Mio. Euro bereitstellen.

Im Jahr 2021 hatte das Nationale MINT Forum (NMF) der Politik einen umfangreichen Katalog an Impulsen angeboten: das „MINT Aktionsprogramm 2.0“. „Wir sind sehr froh, dass sich viele dieser Ideen nun in der Erweiterung und Fortsetzung des Plans des BMBF wiederfinden. Die MINT-Disziplinen und die MINT-Bildung erhalten damit von Seiten der Bildungspolitik die dringend benötigte Aufmerksamkeit,“ stellt Dr. Ekkehard Winter, Sprecher des Nationalen MINT Forums, fest.

Bereits zum 10. Mal trifft sich die MINT-Community auf dem Nationalen MINT Gipfel in Berlin, um neue Impulse zu erhalten, mit Experten zu diskutieren und mit der Politik ins Gespräch zu kommen. Das Nationale MINT Forum feiert zudem in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen.

„MINT-Bildung ist Zukunftsbildung. Darin sind wir uns alle einig. Energie- und Mobilitätswende, Klimawandel, Gesundheitsforschung – das alles ist MINT. Die in der letzten Woche präsentierten Zahlen des aktuellen MINT-Reports geben Anlass zur Sorge. Die MINT-Fachkräftelücke ist mit 320.600 so groß wie seit 2018 nicht mehr. Dabei steigt der Bedarf der Unternehmen an gut ausgebildeten MINT-Arbeitskräften permanent,“ so Edith Wolf, Sprecherin des Nationalen MINT Forums.

Doch nicht nur die Bedarfe an Fachkräften für Wirtschaft und Forschung stehen im Fokus der Bemühungen der Mitglieder des Nationalen MINT Forums. Eine naturwissenschaftliche Grundbildung ist die entscheidende Basis für ein selbstbestimmtes Leben und die Orientierung in einer zunehmend digitalisierten Welt. Hierfür sind besonders die Lehrerinnen und Lehrer der MINT-Disziplinen von zentraler Bedeutung. Dort ist der Lehrkräftemangel aber seit Jahren besonders groß. Hier müssen wir zwingend gegensteuern, betonten Edith Wolf und Dr. Ekkehard Winter.

„Auch die strukturelle Verbindung zwischen außerschulischen MINT-Lernorten und der formalen Bildung ist ein Schlüssel zu mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe, die wir in unserem Bildungssystem dringend herstellen müssen. Hier sehen wir große Potentiale in der Integration von außerschulischen MINT-Bildungsanbietern in das Ganztagsangebot von Schulen. Wir sind sehr froh, dass das BMBF dies ebenfalls als einen Schwerpunkt des MINT-Aktionsplanes 2.0 identifiziert“ betonte das Sprecherteam des NMF. „Ein deutlicher Fokus muss zudem auf der Gewinnung von mehr Mädchen und Frauen für die MINT-Disziplinen liegen. Hier sind die Problemlagen seit langem bekannt, deshalb braucht es neue Ansätze, an denen sowohl das NMF als auch die von ihm mitbegründete zentrale Anlaufstelle für MINT-Akteur:innen „MINTvernetzt“ arbeiten, so das Sprecherteam des NMF.

 

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