Aktuelles

Parlamentarischer Abend: "Bildung im Zeitalter der Digitalisierung - wo stehen wir und wo wollen wir hin?"

v.l.n.r.: Thomas Sattelberger, Sven Volmering, Peter Liggesmeyer, Rosemarie Hein, Tabea Rößner, Saskia Esken
Stefan Müller, Parlamentairscher Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung
Dirk Loßack, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein
Fotos: Wolfgang Borrs

 

Das Nationale MINT Forum kommentiert die Strategiepapiere aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und bekräftigt die Kernforderungen vom 4. Nationalen MINT Gipfel 2016.

 

Berlin, 23. März 2017 – Die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ der KMK (Dirk Loßack, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein) und die „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ des BMBF (Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung) lieferten das konzeptionelle Grundgerüst für die Diskussion mit Bildungsexperten aller Fraktionen des Deutschen Bundestags sowie dem Nationalen MINT Forum und der Gesellschaft für Informatik.

 

Dr. Nathalie von Siemens, Sprecherin des Nationalen MINT Forums, betonte die Wichtigkeit der politischen Debatte um die Rolle der Digitalisierung: „Eines dürfte jedem klar sein: Die technische Evolution ist schneller als das Bildungssystem. Dies sollte jedoch nicht dazu führen, dass man angesichts der großen Herausforderungen den Kopf in den Sand steckt. Gelegenheiten wie heute Abend sind wichtig, um mit den wichtigsten Stakeholdern gemeinsam nachzudenken und die besten Antworten auf die komplexen Herausforderungen zu finden.“

 

Das Nationale MINT Forum bekräftigte die Kernforderungen des Nationalen MINT Gipfels 2016:

  • Forderung nach einer „Pflichtzeit“ und entsprechende Konzepte für digitale Bildung, möglichst integriert in den gesamten Fächerkanon einschließlich der Informatik.
  • Digitale Bildung muss integraler Bestandteil der Aus- und Fortbildung aller Lehrkräfte sein. Die verantwortlichen Ministerien sind aufgefordert, entsprechende Lehrerbildungsstandards zu entwickeln.
  • Digitalisierung macht eine neue Kultur der Kooperation nötig sowie umfassende Konzepte für die Unterrichtsorganisations- und Personalentwicklung, um den pädagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien zu ermöglichen.
  • Der digitale Wandel wartet nicht bis sich die formale Bildung umfassend darauf eingestellt hat. Deshalb die Forderung an die Akteure der Zivilgesellschaft und Wirtschaft, die Initiativen der außerschulischen Bildung zu stärken und mit den Schulen – zum Beispiel im Ganztag – zu einem konsistenten System zu entwickeln.

 

Wir begrüßen, dass sowohl das Strategiepapier des BMBF als auch das der KMK unserer Kernforderung nach einer Integration von digitaler Bildung in den Fächerkanon, im Sinne einer „Pflichtzeit“, entsprechen. Nun ist vordringlich zu klären, woher im Fachunterricht die zeitlichen Ressourcen kommen sollen sowie die dafür benötigten überfachlichen Kompetenzen“, so Dr. Ekkehard Winter, Leiter der Arbeitsgruppe Digitale Bildung im Nationalen MINT Forum in seiner Stellungnahme. „Dass in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung Digitalisierung und mediengestütztes Lernen bisher kaum vertreten sind, ist bedauerlich. Beide Themen sollten dringend Schwerpunkte der zweiten Phase der Qualitätsoffensive werden.“

 

Thomas Sattelberger, Sprecher des Nationalen MINT Forums: „Die Offenheit und Vielschichtigkeit der Diskussion hat uns mit vielen Impulsen und Aufgaben versehen und den Blick auf die nächsten Schritte geschärft. Obwohl in den Kernforderungen des NMFs nicht erwähnt, bedarf es einer kontinuierlichen Überprüfung der Zielerreichung der Digitalisierungsstrategien von Bund und Ländern. In diesem Zusammenhang ist es sehr zu begrüßen, dass das BMBF hier einen Schwerpunkt für den Nationalen Bildungsbericht 2020 setzen will.“

 

Weitere Informationen

Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ der KMK

Strategiepapier „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ des BMBF

Pressemitteilung der Gesellschaft für Informatik


Veranstaltungen

5. Nationaler MINT Gipfel 2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Nationale MINT Forum lädt Sie herzlich zum 
5. Nationalen MINT Gipfel mit dem Thema „Zukunft der Gesellschaft – Herausforderungen der MINT-Bildung“ am 1. Juni 2017 nach Berlin ein.

Ein detailliertes Programm wird in Kürze zur Verfügung stehen.

 

Anmeldungen zur Veranstaltung sind ab sofort möglich:

5.Nationaler MINT Gipfel

 

 

Aktuelles

Das Nationale MINT Forum im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

"Wir benötigen eine Allianz für Qualitätssicherung, die Erarbeitung einheitlicher, akzeptierter Qualitätskriterien sowie die Finanzierung von MINT-Bildungsforschung und Begleitforschung", forderte Dr. Nathalie von Siemens beim öffentlichen Fachgespräch zum Thema "MINT-Bildung
in Deutschland
" am Mittwoch, 8. März 2017, im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung unter Leitung von Patricia Lips (CDU/CSU).

Dr. Nathalie von Siemens, Sprecherin des Nationalen MINT Forums, war als Sachverständige zum Fachgespräch eingeladen und stellte sich den Fragen der Parlamentarier.

Antrag der Koalitionsfraktion (CDU/CSU und SPD)

Antrag der Fraktion Bündnis90/ Die Grünen

 Stellungnahme des Nationalen MINT Forums

 Quelle: Deutscher Bundestag