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Pressemitteilung: Sprecherwechsel im Nationalen MINT Forum

Dr. Ekkehard Winter zum neuen Co-Sprecher gewählt


Vorgänger Thomas Sattelberger geht als FDP-Abgeordneter in den Bundestag

Berlin, 23. Oktober 2017 – Die Mitglieder des Nationalen MINT Forums haben einen neuen Co-Sprecher gewählt: Dr. Ekkehard Winter von der Deutschen Telekom Stiftung. Er wird damit gemeinsam mit Dr. Nathalie von Siemens das Engagement des Forums für die MINT-Bildung in die Zukunft führen. Eine vorzeitige Neuwahl war nötig geworden, weil der langjährige Co-Sprecher und Mitinitiator Thomas Sattelberger im Zuge der Wahlen für die FDP in den Bundestag eingezogen ist.

„Ich bin in der Wolle MINT-gefärbt“. Mit diesen Worten stellte sich Winter den Mitgliedern des Nationalen MINT Forums bei seiner Wahl vor. Er arbeitete zunächst als Molekularbiologe an der Universität Köln und war dann  viele Jahre für den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft tätig, wo er als Leiter des Bereichs Programm und Förderung die Förderarbeit ganz wesentlich prägte. Unter anderem entstand unter ihm die Initiative Wissenschaft im Dialog. Anfang 2005 wurde Winter Geschäftsführer der Deutschen Telekom Stiftung und baute sie seitdem zu einem entscheidenden Akteur auf dem Gebiet der Bildung in einer digitalen Welt mit dem Schwerpunkt MINT-Bildung auf. Winters Credo: „Zukunftsaufgabe ist und bleibt MINT“.
Die Mitglieder schätzen am neuen Co-Sprecher, dass er „sachbezogen und äußerst  kompetent das Thema vertritt“ und gezeigt habe, „dass er Ideen aus der gemeinsamen Arbeit des Forums auch voranbringen und umsetzen“ könne.

Co-Sprecherin Dr. Nathalie von Siemens, im Hauptamt Geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung, dankte Thomas Sattelberger für sein außerordentliches Engagement im Nationalen MINT Forum, in dem er seit seiner Gründung vor 6 Jahren als Co-Sprecher fungierte und dazu beitrug, dass es sich zu DER Stimme für MINT-Bildung in Deutschland entwickelte, in dem die unterschiedlichsten Akteure aus Wissenschaft, Stiftungen und Verbänden an einem Strang ziehen. Wie gut dies allein in 2017 gelungen sei, habe der schon 5. Nationale MINT Gipfel in Folge gezeigt oder auch die Einladung zum Fach­gespräch in den Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenab­schätzung. Neben dem wichtigen Thema Fachkräftemangel habe man sich zuletzt intensiv mit dem Lernen und der Technikmündigkeit in der digitalen Ära auseinandergesetzt.

„Heute ist MINT eine zivilgesellschaftliche Herausforderung“, sagte Sattelberger bei seinem Abschied. In seiner politischen Arbeit will er sich für die Themen Innovation, Technologie, Digitalisierung, Forschung und Bildung stark machen. Dem Thema MINT werde er dabei weiterhin seine besondere Aufmerksamkeit widmen.

Pressemitteilung zum Download

 

Pressekontakt: Dr. Angela Lindner

Email: presse(at)nationalesmintforum.de

Mobil: 0151 2097 2734

Fax: 02461 340 484

 

 

Über das Nationale MINT Forum

Im Nationalen MINT Forum setzen sich über 30 große, überregional tätige Wissenschaftseinrichtungen, Stiftungen und Verbände gemeinsam für eine bessere Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entlang der gesamten Bildungskette ein: von der frühkindlichen über die schulische, die berufliche und akademische Bildung bis hin zur Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen.

Das Nationale MINT Forum hat sich zur Hauptaufgabe gemacht, im Spannungsfeld der Perspektiven, Interessen und fachlichen Schwerpunkte seiner Mitglieder gemeinsame Überzeugungen und bildungspolitische Empfehlungen zu formulieren. Als die nationale Stimme der MINT-Akteure kondensiert das Forum die Erfahrungen und Kompetenzen der MINT-Zivilgesellschaft zum größten gemeinsamen Teiler. Mit dieser Stimme stößt das Forum öffentliche Debatten an und tritt mit anderen Stakeholdern, allen voran der Politik, in einen konstruktiven Dialog.

Mehr Informationen: http://www.nationalesmintforum.de/

Dr. Nathalie von Siemens zum 5. Nationalen MINT Gipfel 2017

Impressionen vom 5. Nationalen MINT Gipfel 2017

 

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Parlamentarischer Abend: "Bildung im Zeitalter der Digitalisierung - wo stehen wir und wo wollen wir hin?"

v.l.n.r.: Thomas Sattelberger, Sven Volmering, Peter Liggesmeyer, Rosemarie Hein, Tabea Rößner, Saskia Esken
Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung
Dirk Loßack, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein
Fotos: Wolfgang Borrs

 

Das Nationale MINT Forum kommentiert die Strategiepapiere aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und bekräftigt die Kernforderungen vom 4. Nationalen MINT Gipfel 2016.

 

Berlin, 23. März 2017 – Die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ der KMK (Dirk Loßack, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Berufsbildung Schleswig-Holstein) und die „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ des BMBF (Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung) lieferten das konzeptionelle Grundgerüst für die Diskussion mit Bildungsexperten aller Fraktionen des Deutschen Bundestags sowie dem Nationalen MINT Forum und der Gesellschaft für Informatik.

 

Dr. Nathalie von Siemens, Sprecherin des Nationalen MINT Forums, betonte die Wichtigkeit der politischen Debatte um die Rolle der Digitalisierung: „Eines dürfte jedem klar sein: Die technische Evolution ist schneller als das Bildungssystem. Dies sollte jedoch nicht dazu führen, dass man angesichts der großen Herausforderungen den Kopf in den Sand steckt. Gelegenheiten wie heute Abend sind wichtig, um mit den wichtigsten Stakeholdern gemeinsam nachzudenken und die besten Antworten auf die komplexen Herausforderungen zu finden.“

 

Das Nationale MINT Forum bekräftigte die Kernforderungen des Nationalen MINT Gipfels 2016:

  • Forderung nach einer „Pflichtzeit“ und entsprechende Konzepte für digitale Bildung, möglichst integriert in den gesamten Fächerkanon einschließlich der Informatik.
  • Digitale Bildung muss integraler Bestandteil der Aus- und Fortbildung aller Lehrkräfte sein. Die verantwortlichen Ministerien sind aufgefordert, entsprechende Lehrerbildungsstandards zu entwickeln.
  • Digitalisierung macht eine neue Kultur der Kooperation nötig sowie umfassende Konzepte für die Unterrichtsorganisations- und Personalentwicklung, um den pädagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien zu ermöglichen.
  • Der digitale Wandel wartet nicht bis sich die formale Bildung umfassend darauf eingestellt hat. Deshalb die Forderung an die Akteure der Zivilgesellschaft und Wirtschaft, die Initiativen der außerschulischen Bildung zu stärken und mit den Schulen – zum Beispiel im Ganztag – zu einem konsistenten System zu entwickeln.

 

Wir begrüßen, dass sowohl das Strategiepapier des BMBF als auch das der KMK unserer Kernforderung nach einer Integration von digitaler Bildung in den Fächerkanon, im Sinne einer „Pflichtzeit“, entsprechen. Nun ist vordringlich zu klären, woher im Fachunterricht die zeitlichen Ressourcen kommen sollen sowie die dafür benötigten überfachlichen Kompetenzen“, so Dr. Ekkehard Winter, Leiter der Arbeitsgruppe Digitale Bildung im Nationalen MINT Forum in seiner Stellungnahme. „Dass in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung Digitalisierung und mediengestütztes Lernen bisher kaum vertreten sind, ist bedauerlich. Beide Themen sollten dringend Schwerpunkte der zweiten Phase der Qualitätsoffensive werden.“

 

Thomas Sattelberger, Sprecher des Nationalen MINT Forums: „Die Offenheit und Vielschichtigkeit der Diskussion hat uns mit vielen Impulsen und Aufgaben versehen und den Blick auf die nächsten Schritte geschärft. Obwohl in den Kernforderungen des NMFs nicht erwähnt, bedarf es einer kontinuierlichen Überprüfung der Zielerreichung der Digitalisierungsstrategien von Bund und Ländern. In diesem Zusammenhang ist es sehr zu begrüßen, dass das BMBF hier einen Schwerpunkt für den Nationalen Bildungsbericht 2020 setzen will.“

 

Weitere Informationen

Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ der KMK

Strategiepapier „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ des BMBF

Pressemitteilung der Gesellschaft für Informatik


Aktuelles

MINT-Herbstreport 2017 vom IW im Auftrag von BDA, Gesamtmetall und MINT Zukunft schaffen veröffentlicht

Quelle: IW Köln, BA, BDA

 

 

MINT-Lücke erreicht mit 290.900 fehlenden Arbeitskräften neuen Rekordstand – Politik muss dringend gegensteuern

Berlin, 16.11.2017. Den Unternehmen fehlten im September 290.900 Arbeitskräfte im sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), ein Anstieg um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Diese „MINT-Lücke“ hat damit ein neues Allzeit-Hoch seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2011 erreicht. Vor allem IT-Fachkräfte werden für die Gestaltung des digitalen Wandels in den Unternehmen händeringend gesucht.

 

weitere Informationen: Homepage der BDA

 

Link zum MINT-Herbstreport 2017

Aktuelles

Das Nationale MINT Forum im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung

"Wir benötigen eine Allianz für Qualitätssicherung, die Erarbeitung einheitlicher, akzeptierter Qualitätskriterien sowie die Finanzierung von MINT-Bildungsforschung und Begleitforschung", forderte Dr. Nathalie von Siemens beim öffentlichen Fachgespräch zum Thema "MINT-Bildung
in Deutschland
" am Mittwoch, 8. März 2017, im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung unter Leitung von Patricia Lips (CDU/CSU).

Dr. Nathalie von Siemens, Sprecherin des Nationalen MINT Forums, war als Sachverständige zum Fachgespräch eingeladen und stellte sich den Fragen der Parlamentarier.

 

Antrag der Koalitionsfraktion (CDU/CSU und SPD)

 

Antrag der Fraktion Bündnis90/ Die Grünen

 

 Stellungnahme des Nationalen MINT Forums

 

 Quelle: Deutscher Bundestag